Social Media Marketing war im Jahr 2004 ein kleines Pflänzchen und MySpace entwickelte sich zum ersten Platzhirsch in diesem Bereich. In Deutschland gab es ab ca. 2006 ein riesiges StudiVZ.

Danach entwickelte sich Facebook zum größten Netzwerk für den digitalen Austausch. Ein, zur Zeit wachsendes, Google Plus Netzwerk belegt die tägliche Veränderung in dieser speziellen Nische des digitalen Marketings. Ähnliche rasante Entwicklungsschritte nimmt die Nische der Suchmaschinenoptimierung. Das Handwerk der Suchmaschinenoptimierung allerdings blieb gleich, während sich nur die Bedingungen für ein gutes Ranking verändert haben.

Anhand dieser Infografik kann man auf das jeweilige Jahr bezogen sehen, wie sich laut Umfragen die Rankingfaktoren verändert haben.

Der SEO-Bereich ist ein performance-getriebener und zudem stark an statistische Daten gekoppelt. Dabei ist ein Bereich des scheinbar an Wichtigkeit wachsendem Content Marketing Social Media: Demnach wandeln sich Suchmaschinenoptimierer vom „Linkverzeichnis“-Eintrager zur Content Marketing Bude – Oder Sie seien davor gewarnt. Dazu gibt es hier einen interessanten Blogbeitrag.

Für mich wirkt es jedoch teilweise erschreckend wie SEOs versuchen Social Media Marketing mit identischen Metriken zu verstehen, wie sie es mit Rankingauswertungen tun. Dabei wird immer wieder erwähnt, dass es weitläufig noch nicht belegt sei, ob Social Media Aktivitäten sich positiv auf Rankings auswirken oder nicht. Meiner Meinung tun diese es definitiv, da selbst „Flash“-Pages gut ranken, wenn es „Social Signals“ gibt. (Anm. „Social Signal“ sind z.B. likes, shares, comments, Reichweiten von durch Open Graph vernetzte Pages).

Der Gebrauch eines anderes Vokabulars trennt hier den SEO-„Insider“ und den „Outsider“. Hier werden z.T. Gräben gegraben, die es immer schwieriger machen Marketing, Digitales Marketing, Social Media Marketing und Suchmaschinenmarketing zusammenzubringen. Mein Lieblingsbeispiel im SEO-Bereich ist das so genannte Linkbaiting. Für Social Medias ist das ein Gewinnspiel und für normale Menschen? Etwas Attraktives, was es wert ist zu verbreiten.

Wie mache ich attraktives Content Marketing?

Diese Attraktivität von Content erreicht man allerdings nicht nur durch Gewinnspiele. Das Buzzword der Stunde heißt „Content Marketing“ – Was ist jedoch attraktiver Content für Nutzer?

Überraschenderweise ist das unterschiedlich! Wo eine Infografik rockt, kann ein Video floppen und umgekehrt. Es geht dabei weniger um das Medium, sondern im Social Web mehr um den Mehrwert. Dieser definiert sich für das Individuum jedoch grundverschieden, aber die Maslowsche Bedürfnispyramide kann weiterhelfen. Demnach kann eigentlich auch eine stinklangweilige Anzeigenkampagne ihr Ziel erreichen. Und genau an dem Punkt wird für mich deutlich, warum es sinnvoll ist aus Social Media Sicht (Content) Marketing zu betreiben und die Statistiken mit diesem Hintergrundwissen zu nutzen und nicht von theoretischen Zahlen auszugehen.

Damit ist nicht gemeint: Alle brauchen eine Facebook – Seite. Es geht viel mehr um ein ganzheitliches Vorgehen bei dem der Mensch allen Überlegungen zugrunde gelegt wird. („social“) Denn dieser erfährt den Content und mit diesem soll er interagieren. Daraus entsteht wahrscheinlich ein besseres Ranking, aber auch Absätze und Fanzahlen steigen. Nirgendwo anders als in Sozialen Netzwerken können Unternehmen Ihre Kunden und deren Bedürfnisse kennenlernen. Wer seine Kunden kennt, kann auch guten medienübergreifend wirkenden Content erstellen. Dabei helfen technische Lösungen wie Monitoring, aber auch intelligentes A/B-Testing bei Anzeigen und ggf. jahrelange Erfahrung von „old school“ Werbern.

Wie funktioniert Werbung in Zeiten von Content Marketing?

Die Werbebranche generiert z.T. sehr gute Ideen. Eine Herangehensweise wie es nach meiner Meinung beim Content Marketing sinnvoll ist, ist für „normale“ Werbung genauso wichtig und richtig. Hier müssen Unternehmen und Agenturen massiv umdenken. An dieser Stelle geht es um die Integration von Wissen und Metriken aus dem Social Media Marketing, vielleicht aus jedem digital messbaren Bereich, in die „normale“ Welt und es wirkt wahrscheinlich genauso befremdlich auf „alte Denkmuster“-Anhänger diese Zahlen zu sehen, wie die SEO-Metriken auf die Social Media-Anhänger. Ich rate beim ersten Schritt zum klassischen „Cherry-Picking“ und unaufwendigen Synergien! Die Chancen sind gewaltig.

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