Facebook-Fans kaufen
In letzter Zeit habe ich beim Radio und in der Presse einige Interviews zum Thema „Geld verdienen im Internet mit Facebook-Fans kaufen“ gegeben. Erfreulich, denn das Thema ist eines meiner Lieblingsthemen und ein heißes Eisen für meine Branche.
Bisher habe ich mich mit dem Thema „Facebook-Fans kaufen“ immer mal wieder befasst, weil es ja im Prinzip Mitbewerber sind, die für 10 EUR das anbieten, was bei uns z.T. nicht 100%ig „skalierbar“ anbietbar ist.
Da diverse Seiten inzwischen Spamschleudern sind, möchte ich heute mal diese Anbieter unter die Lupe nehmen und gleichzeitig etwas über unsere integrative Arbeit informieren.

Wie funktioniert „Facebook-Fans kaufen“ im Internet?

Eigentlich ist es ein einfaches Prinzip: Es gibt „klamme User“ – z.B. 15 Jährige ohne Taschengeld oder auch Studenten. Das sind die Guten und Ehrlichen mit dem Motto Geld verdienen im Internet: „Ich bin im Netz und verdiene mir ein paar Euro dazu“. Über den Klick auf „gefällt mir“ hinaus, ist bei  solchen User jedoch im Hinblick auf Sales-Aspekte meist wenig zu holen.

Dann gibt es die Schlechten und Unehrlichen: Die „armen 15-jährigen“ die gerne viel Geld verdienen wollen. Diese werden mehr als einen „Alter-Ego“ im Internet für Grauzonen-Business besitzen und versuchen entsprechend viele Interessenten zu bedienen. Um es drastisch zu formulieren: Ein User erstellt mithilfe der Google-Bildersuche z.B. 100 Accounts und verdient damit Geld. Geld, das die Guten und Ehrlichen zurecht verdienen, die Schlechten und Unehrlichen jedoch in größerem Stile tun und damit eben Schaden anrichten.

Die Gierigen unter den Klammen sorgen für einen „Hockey-Stick-Effekt“, was die Verfügbarkeit von „Fans“ angeht. Gleichzeitig verdienen diese wohl ein paar Euro mehr. Im Klartext: Es wird größtenteils Geld mit Fake-Accounts verdient, die für Portalbetreiber nicht als solche eingestuft werden. Mit dieser „Sicherheit“ wäscht sich dann ein Kunde die Hände rein.

Dort docken Unternehmen an, die ggf. eine Socialtainment Strategy benötigen, aber lieber ein 100% skalierbares System wünschen.

Ich investiere 1.000 EUR und bekomme 100.000 Fans. Wenn man naiv ist, funktioniert das über die bekannten oder weniger bekannten Services einwandfrei. Allerdings sind diese User, sofern sie „echt“ sind (s.o. die Guten und Ehrlichen) keine Konsumenten, sondern „leere Hüllen“. Die Unehrlichen und Schlechten sind Fake-Accounts und an der Stelle wird es erstens kriminell und zweitens „wahnsinnig“. Denn diese Fake-Accounts sind tatsächlich in der Zielgruppe, die Kunden wünschen, zu verorten, z.B. Alter und Land betreffend. Dass dies aber keinerlei Aktivität hervorruft, belegt dann firmenintern, dass die Zielgruppe falsch ist. Daher „wahnsinnig“! Man riskiert also viel mehr, als nur Geld auszugeben, man verzerrt das Marketingbild komplett.

Wie funktioniert Facebook-Fan-Wachstum „normalerweise“?

Ich benutze gerne den Begriff Socialtainment Strategy, da dieser 5 Elemente inkludiert, die man berücksichtigen sollte, wenn es um ein nachhaltiges Wachstum geht.

1. Vorabanalyse: Dazu betrachte ich z.B. Mitbewerber und meine „normalen“ Marketingmaßnahmen, etwa unter dem Gesichtspunkt der „crossmedialen“ Adaption von ggf. bestehenden Marketing-Konzepten.
2. Aufstellung: Ich erstelle einen professionellen Auftritt in Facebook.
3. Kommunikation: Ich erstelle einen Redaktionsplan, an dem ich mich in einem bestimmten Zeitfenster entlang bewege. Gleichzeitig etabliere ich einen reaktiven Dialog mit meinen Kunden auf meiner Timeline.
4. Facebook Ads: Ich nutze die Facebook Werbeanzeigen, um „realen“ Traffic auf meine Seite zu bekommen und Reichweite aufzubauen. Hier entstehen je nach Zielgruppe Kosten zwischen 50 Cent und 10 Euro.
5. Monitoring: Ich messe, was ich tue und nutze KPIs um mich einer Skalierbarkeit anzunähern. Die Erwartung sollte dabei realistisch sein: Die Wunderjahre sind vorbei, Facebook ist Mainstream und kein Geheimtipp mehr. Aber es sei zudem anzumerken, dass ein reines Fan-Wachstum nicht die Realität abbilden kann.

Man merkt: Das ist komplex, das strengt an und das benötigt Zeit. Wie alle guten Dinge muss man etwas investieren um einen zählbaren Output zu haben.

Vor- und Nachteile „Facebook-Fans kaufen“

Vorteile:
– schnell zum quantitativen Ziel
– 100% skalierbar

Nachteile:
– „klamme“ Zielgruppe (kaum Conversion)
– Fake-Accounts (garantiert 0% Conversion)

Fazit Geld verdienen im Internet mit „Fans kaufen“

Es mag sich grundsätzlich weitaus besser anhören, Fans für 20 Cent als für 4 Euro zu bekommen. Aber rein mathematisch betrachtet wird eine „0“ für 20 Cent– Anm. eine skalierbare „0“ bleibt immer eine „0“ – im Verhältnis immer teurer sein als beispielsweise eine „1“ für 4 Euro. Derartige Angebote sind also verlockend, aber definitiv nicht günstig. Wenn Sie sich jetzt noch ausmalen, dass ein Mitbewerber davon erfährt, dass Sie auf „düstere“ Methoden zurückgreifen, ist ein PR-Desaster nicht ausgeschlossen. Vergessen Sie die „Zum Sixpack in 3 Tagen“-Angebote, sondern stellen Sie sich auf eine „generelle Umstellung ihrer Lebensumstände“ ein, um Ihre Ziele zu erreichen. Das wird gesünder für Sie sein, genauso verhält es sich an dieser Stelle mit Facebook.

Und wenn Sie allein quantitativen Werte sehen, dann denken Sie über Ihre Meinung über „getunte Autos“ nach! Was bringt Ihnen ein großes Auspuffrohr, wenn Sie auf der Autobahn nur 80 km/h fahren können, weil ihr Wagen nicht schneller ist? Im Endeffekt geht es immer um Performance und diese bekommen Sie mit einem gut motorisierten Auto. Dieses basiert auf fortschrittlichen Technologien, die wir in einer Socialtainment Strategy verwirklichen statt einfach nur Facebook-Fans kaufen zu wollen.

Das könnte Sie auch interessieren ...