5 einfache Schritte

Wenn ich mit PR-Fachleuten spreche, bekomme ich eigentlich immer das Feedback: „Ihre Texte sind ja ganz nett, aber die gehen noch besser.“

Um niemanden „Hardselling“ vorzuwerfen: Ich stimme dem eigentlich immer zu, weil ich in einem dunklen Teil meiner Vergangenheit etwas studiert habe, was exakt mit Texten und Qualität zu tun hat. Und ganz ehrlich als Fazit schlechthin: Den perfekten Text gibt es sowieso nicht.

Was will ein PR-Mensch mir sagen? Was ist der Subtext, außer „i want to sell something to you“? Public Relations funktioniert, das weiß ich seit ich von Edward Bernays gehört habe. Ich weiß aber im Gegensatz zu dieser verstorbenen Ikone des Spin-Doctoring heute wie Social Media funktioniert und ich weiß auch, was sicherlich eine Besonderheit darstellt, wie SEO funktioniert. Dieser Social Media SEO Ansatz ist für meine kleine Welt z.Z. extrem spannend.

Glauben vs. Wissen im PR & Social Media SEO Bereich

Der Glaube von PR-Agenturen, dass Positionierungen in der Google-Suche mit dem „Page-Rank“, der „Programmierung“ oder der „On-Page-Optimierung“ zusammenhängen, ist ungebrochen. Sicherlich ist das alles auch nicht total daneben. Es geht nur immer weiter in den Entwicklungen von Google und am besten stehen die Unternehmen da, die sich selbst und ihre Mitarbeiter darstellen und zudem auch eine Community in Social Media Netzwerken unterhalten. Sei es in Facebook, Xing, Linkedin oder Squidoo.

SEO beinhaltet immer einen Performance-Gedanken und, wie es der Name schon sagt, eine „Optimierung“. Eine Optimierung ist nie abgeschlossen. Es geht immer weiter – selbst wenn man mit allen Suchbegriffen auf dem ersten Platz stehen sollte. Es gilt diese Platzierung zu verteidigen. Was kann ein PRler von Social Media SEO lernen?

1. Social Media Signals forcieren

Ein PR-Text ist fantastisch für die „alten“ Medien. Ein PR-Text funktioniert nicht in Social Media Plattformen, weil es keine „Call-to-Actions“ gibt. Ein abschließender Halbsatz „Bitte teilen“ ist dabei einzig Augenwischerei für den Auftraggeber, der das möchte, die PR-Agentur jedoch nicht weiß, was sie tun soll. Trauriges Kapitel in der Kommunikation: Es gibt kein Engagement. Social Media SEO basiert unter anderem darauf.

2. Keywordoptimierung „On-Page“

PR-Texte werden fantastisch formatiert und in seriöser Weise stellen Sie unique Inhalte dar. Doch stellen Sie sich vor: „Es gibt einen Inhalt und niemand liest ihn.“ Nur zu oft wird ein PR-Text durch die bekannten Kanäle gejagt ohne darüber nachzudenken: „Wer liest das eigentlich?“

Eine Keywordanalyse sollte inzwischen zu einem PR-Text gehören, da u.U. auch mal nach einem Keyword in der Google-Suche gesucht wird. Was bringt mir auf Dauer ein PR-Text, der vor 3 Monaten in der lokalen Presse gedruckt wurde und nicht in Google auffindbar ist? Es sollte deutlich geworden sein, dass es um massiv verschenkte Potenziale geht.

3. Monitoring und Key Performance Indicators (KPIs)

Wie lange wird der PR-Text gelesen? Was passiert davor oder danach auf ihrer Webseite? All diese Informationen spielen für eine „normale“ PR-Agentur keine Rolle, sollten aber eigentlich entscheidend sein, weil eine Optimierung nur stattfinden kann, wenn es eine Messung gibt. Ich kann nicht 10 km/h schneller als X fahren, wenn ich nicht weiß wie schnell (=x) ich vorher war. Ebenso ist es wiederum interessant zu wissen, wie „ranke“ ich mit einem PR-Text-Keyword und wieviele Neu-Besucher bekomme ich dadurch.

4. Langfristige Content Planung

Zu oft habe ich es inzwischen gesehen, dass PR-Agenturen ganze Blogs betreuen – Stichwort: Social Media Standbein Blog!!! – und an einem Tag 3 PR-Texte zur gleichen Zeit veröffentlichen. Kompliment: 3 PR-Texte an den Kunden verkauft! Aber kein Lob von mir für das Verständnis von Menschen und Nutzung vom Internet.

So etwas kann man auch anständig planen und damit Menschen dazu bringen, ihre Seite mehrfach zu besuchen und mehrfach mit ihren Gedanken zu konfrontieren. Es geht im Interesse eines Kunden nicht nur darum, dass der Job gemacht wird. Es geht eigentlich darum, dass der Job besonders gut gemacht wird. Dies kann nur passieren, wenn es ein Bewusstsein für bestimmte Verhaltensweisen gibt. Wenn also z.B. Google Analytics eingesetzt und verstanden wird, sollten diese Wissensbausteine helfen, Content in Form von PR-Texten zu platzieren.

5. Linkbuilding

Es sind oft die kleinen Zutaten, die einem Essen einen unverwechselbaren Geschmack verleihen. Wenn man schon einmal davon gehört hat, dass Links einen Vorteil in der Google Suche bringen und Sie PR-Texte auch Online veröffentlichen – klingelt da was?
Sie kennen die Ankertext-Struktur der Links und verfügen über die Möglichkeit, „authority Links“ zu bekommen. Warum in aller Welt dann nicht gleich so, dass es etwas bringt? Ein Link zur „marken-seiten“ kann „markenseite“ heißen und ihre Google Suchergebnisse werden sich auf den Begriff „markenseite“ hin optimieren. Aber wenn jemand nach der „Marke“ oder „Markenseite“ sucht, findet man Sie sowieso. Kein anderer heißt so und es gibt keine ähnliche Webseite. Entscheidend ist ihr Keyword. Für mein Unternehmen ist es Social Media Agentur. Wenn jemand nach famefact sucht, benötige ich keine weitere Optimierung, denn ich habe im „Branding“ Erfolg. So weit verstanden? Punkt 5 ist tricky, ohne Frage. Gerne können Sie mir Fragen dazu stellen.

Fazit wie PR von Social Media Seo profitiert

Es gibt kein entweder oder. Es gibt ein sinnbehaftetes Miteinander. Es gilt Marketing integrativ zu betreiben. Beide Bereiche können und müssen voneinander lernen. SEO-Texte waren früher eher „maschinenlesbar“ als dass diese für Menschen geschrieben wurden. PR-Texte haben auch eine spezielle Zielgruppe, jedoch die Online-Welt verändert auch die Nutzung dieses Vermarktungstools. Die in diesem Blogartikel aufgeführten Gedanken helfen dabei, das Beste aus beiden Welten PR und eben Social Media SEO zu verbinden, zumindest gedanklich.

 

Das könnte Sie auch interessieren ...