Bei der Betrachtung marketingorientierter Facebookaktivitäten wird in der Regel der Focus gelegt auf die Präsenzen großer oder zumindest mittlerer Unternehmen, die überregional und oft im B2C tätig sind. Vernachlässigt werden dabei gerne die Möglichkeiten, die sich insbesondere kleinen Firmen in sozialen Netzwerken bieten.
Franchise Präsentation Bild

Bereits über 20 Millionen Deutsche, immerhin ein Viertel der Bevölkerung, tummeln sich heute im beliebtesten Netzwerk Facebook. Für größere Unternehmen ist es inzwischen selbstverständlich, sich diese Reichweite zunutze zu machen. Kleine Unternehmen ziehen nach, die Speerspitze der Aktivität finden wir natürlich in eher kreativen Bereichen, bei Agenturen, Architekten oder in der Gastronomie. Doch auch für den Bäcker oder den Zahnarzt um die Ecke ist eine Facebook-Page zum Dialog und zur Ansprache neuer Kunden durchaus sinnvoll. Vergessen werden darf dabei nicht, dass die Pflege einer Präsenz durchdacht sein will und zeitintensiv ist. Nicht selten erscheinen daher Social Media Auftritte eher halbherzig und lieblos, ein Problem, das allerdings auch nicht wenige der größeren Firmen betrifft. Nichtsdestotrotz soll an dieser Stelle dem kleinen Handwerksmeister nicht ans Herz gelegt werden, sich nach einem zwölfstündigen Arbeitstag noch kopflos auf Twitter und Facebook zu stürzen, oder gar eine professionelle Agentur zu beauftragen. Die Ressourcen sowie der Wille und die Fähigkeit zur nachhaltigen Kommunikation müssen natürlich vorhanden sein. Vielleicht hilft ein Social Media Filialmodell?

Interessant werden Social Media Strategien im Segment kleiner, lokaler Anbieter zunächst für jene, die auf Synergien zurückgreifen können. Im Rahmen von Franchiseverträgen oder für andere Geschäftsmodelle mit mehreren Filialen lassen sich sehr viel leichter die Ressourcen bereitstellen, einen professionellen Franchise Social Media Auftritt zentral zu pflegen, und darüber hinaus um lediglich lokal relevante Informationen einzelner Außenstellen oder Franchisepartner zu ergänzen, um den direkten Dialog mit dem Kunden vor Ort zu pflegen und ihn auf diese Weise erfolgreich zu binden.

Wichtig für Social Media Filialmodell

Wichtig ist auch hier: Bloß nicht mit der Intention an die Sache herangehen, man müsse nun auch mal was auf Facebook machen. Im Vorfeld sollte schon sehr genau überlegt werden, welchem Kunden man was sagen, und was man andererseits von ihm erfahren möchte. Natürlich stehen den Möglichkeiten, die eine gut gemachte Facebook-Page bietet, auch hier Risiken gegenüber, über die man sich im Vorfeld Gedanken machen sollte: Feedback kann negativ sein, Kritik – berechtigt oder nicht – sich im Kundenkreis schneller verbreiten, die Pinnwand bietet Angriffsflächen. In der Praxis dürfte ein kleines Unternehmen dem aber deutlich entspannter entgegensehen, als multinationale Konzerne, die ihre Kundschaft in aller Regel auch nicht persönlich kennen. Nicht vergessen werden sollte, dass die Kundschaft ohnehin über Sie spricht: Nämlich auf Qype. Eine eigene Facebook-Präsenz bietet die Gelegenheit, Lob und Kritik zu kanalisieren, daraus unmittelbar zu lernen, und zeitnah zu reagieren.

Die zentrale Steuerung von Facebookseiten einzelner Filialen, die beispielsweise durch unsere Software FAMESUITE ermöglicht wird, lässt Auftritte in einheitlicher CI zu, professionelle Contentplanung geschulter Mitarbeiter, pro- und reaktive Kommunikation mit den Fans, und nimmt gleichzeitig der Crew vor Ort nicht die Gelegenheit, mit dem Kunden direkt ins Gespräch zu kommen. Letztlich aber sollen die Leute in der Filiale den Job machen können, für den sie bezahlt werden, und nicht ihre Mittagspause opfern, um noch mal zu schauen, was im Social Web gerade so erzählt wird. Auf diese Weise wird mit sparsamen Ressourceneinsatz eine hohe Reichweite bei gleichzeitig hoher Kommunikationsintensität und im Bedarfsfall direkter Involvierung des örtlichen Ansprechpartners erreicht.

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