Recruiting-Pages auf Facebook gehören ja inzwischen zum guten Ton und werden jedenfalls bei größeren Unternehmen in 2012 wohl ihren endgültigen Durchbruch erleben.  Spannend ist, zu beobachten, welche Früchte diese Entwicklung zum Teil inzwischen trägt. Nachdem im vergangenen Jahr der Best Practice Standard zum Beispiel von BMW  definiert worden ist, ist davon auszugehen, dass die Agenturen in diesem Jahr ihrer Kreativität freien Lauf lassen werden, um sich von Mitbewerbern abzusetzen. Es wird darum gehen, über innovative Applikationen Aufmerksamkeit und gleichzeitig einen Mehrwert zu erzeugen.

Einige interessante und mal mehr, mal weniger nützliche Tools zur Unterstützung interaktiver Recruitingprozesse konnten wir in den letzten Monaten in Augenschein nehmen. Den Vogel abgeschossen hat aber die New Yorker Agentur R/GA. Dort macht man sich den Umstand zunutze, dass viele Personaler ihre Bewerber ohnehin in sozialen Netzwerken überprüfen. Mit Hilfe einer App können Arbeitgeber künftig ganz offensiv die Social Media Präsenzen ihrer Jobinteressenten nutzen, indem sie deren Freundeskreise auf Facebook nach deren Meinung zum Bewerber befragen. Hierzu muss dieser der Applikation den Zugriff auf sein Facebookprofil erlauben.

Fazit: Social Recruiting: The Social Interview

Ein gewagter Ansatz, wie ich finde. Sicherlich ein spannendes Experiment, wenn es um die Vergabe von Praktika geht. Für alle anderen Beschäftigungsformen kann ich mir aber schlecht vorstellen, dass allzu viele Leute zu so viel Transparenz bereit sein würden.

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