Bereits seit einigen Jahren sind Fanads unter Social Media-Managern sehr umstritten. Einige halten sie für Geldverschwendung und empfinden die KPI als irrelevant, um das Interesse an der eigenen Marke zu deuten. Andere widersprechen dem und wollen besonders ihren Marketingchefs und Geschäftsführern positive Zahlen vorlegen.

Fans werden in vielen Unternehmen noch immer als KPI genommen, um zu sehen, wo ihr eigenes Unternehmen im Vergleich zur Konkurrenz steht.

Dabei solltest Du dir viel mehr die Frage stellen: Was ist unser Ziel?

Wollen wir mehr Fans als die Konkurrenz oder wollen wir kaufkräftige Kunden?

Das Problem mit Fans ist nämlich, dass sie nicht gleich Kunden sind. Viele Fans werden durch Anzeigen oder Gewinnspiele gekauft. Ihnen gefallen vielleicht die Beiträge oder sie wollen Produkte gewinnen, sind jedoch nicht gewillt auch das Produkt oder die Dienstleistung des Unternehmens zu kaufen.

Fans bedeuten auch nicht gleich, dass die User Deiner Unternehmensseite folgen und Deine Beiträge sehen. Facebook unterscheidet nochmal zwischen Personen, die Deine Seite geliket haben (Fans) und Personen, die Deiner Seite folgen (Abonnenten). Wenn ein User Deine Seite liket, ist er automatisch auch erst einmal Abonnent Deiner Seite. Oft werden die Seiten dann aber auch wieder deabonniert, so dass die Beiträge nicht mehr im Newsfeed angezeigt werden. In den Insights oder über die Infobox Deiner Seite kannst Du einsehen, wie viele Personen Deine Seite geliket und wie viele sie abonniert haben.

Warum Anzeigen zum Fanaufbau nicht mehr zeitgemäß sind

Aus diesem Grund hat Facebook in den letzten Jahren mehrmals angekündigt, den KPI “Fans” zu entfernen, um die tatsächliche Reichweite von Unternehmen und Profilen hervorzuheben. Fans sollen nicht mehr auf der Seite des Unternehmens sichtbar sein und auch in der Zielgruppen-Erstellung nicht mehr ausgewählt werden können.

In einigen Ländern hat Facebook dies bereits durchgesetzt und auch in Deutschland können bereits einige Unternehmen keine Fans mehr im Anzeigenmanager targeten. So kann es sein, dass Facebook auch in Deutschland die Fans jederzeit komplett herausnimmt.

Doch wenn keine Fans mehr, welche KPI ist dann sinnvoll?

Habe immer Dein eigentliches Ziel im Hinterkopf: Kundenakquise und Kundenbindung.

Diese erreichst Du mit gutem Content und der richtigen Zielgruppe. Interaktion ist hier das gesuchte Wort!

Die User müssen mit Deinem Beitrag interagieren, um Vertrauen in Deine Marke aufzubauen, aber auch um dem Newsfeed Algorithmus von Facebook zu verdeutlichen, dass Dein Beitrag interessant ist und ausgespielt werden sollte.

So bringen Dir viele Fans für Deine Seite nichts, wenn sie nicht auch mit Deinen Beiträgen interagieren. Über die Seiten-Insights von Facebook kannst Du einsehen, ob die bereits erkauften Fans auch die Personen sind, die mit deinen Beiträgen interagieren. Vergleiche dazu über den Tab „Zielgruppe“ Deine Fans mit den Personen, die interagieren. Du wirst höchstwahrscheinlich feststellen, dass es nicht dieselbe Zielgruppe ist.

Warum Anzeigen zum Fanaufbau nicht mehr zeitgemäß sind

Ein weiterer Punkt, der gegen den bezahlten Fanaufbau spricht, ist die organische Reichweite. Diese liegt bei den meisten Unternehmen bei unter 10 %. Das heißt, Du gibst Geld aus, um Fans zu gewinnen und gibst dann nochmal Geld aus, um diese auch wirklich zu erreichen. Die organische Reichweite Deiner Seite kannst Du über die Seiten-Insights im Tab „Reichweite“ einsehen. Klicke hierfür einfach in der ersten Grafik auf „Organisch“.

Du wirst sehen, dass der Großteil (vermutlich über 90 %) der Reichweite bezahlt ist.

Versuche also künftig Deine Facebook-Strategie auf eine gute und lebendige Community auszurichten und diese mit hochwertigem Content zu bespielen, statt auf Fans zu setzen.

Gerne helfen wir Dir beim Aufbau dieser Community und sorgen dafür, dass Dein Unternehmen seine Ziele mit Social Media erreicht. Gemeinsam können wir die passende Strategie erstellen und umsetzen. Melde Dich einfach bei uns!