Abbildung des Logos des Netzwerks Instagram

Mein erstes Mal…Instagram

Das erste Mal als ich Instagram wahrgenommen habe, war es ein Fotoposting eines Bekannten aus München im Facebookstream. Ich erinnere mich genau, weil das Bild einfach interessant aussah, da ein Polaroid- oder Negativ-ähnlicher Rahmen das Bild,  akzentuiert mit irgendwelchen Effekten, einbettete. Es erinnerte mich an meine Kindheit und ich dachte nur: Cool.Das gleiche muss Marc Zuckerberg gedacht haben. Warum sonst hätte er etwa eine Milliarde dafür ausgegeben? Ich ging damals im Zuge dessen direkt auf die Instagram Internetseite und fand heraus, das es zwar eine Website gibt, die Applikation jedoch nur mobil nutzbar ist. Damals, sofern ich mich recht erinnere, nur für das iPhone. Das heißt im Prinzip: trotz wirklich hoher Barrieren hat die App etwa 30 Millionen Nutzer in 1,5 Jahren gesammelt, was man als wirklich erstaunlich bezeichnen kann, da diese App wirklich ohne das Internet zurechtkommt. Es ist eine Mobile-Only Applikation. Also wie geht eine Instagram Social Media Strategie?

Was kann die Instagram App? Internationale Stimmen

Die App kann auf Facebook, Twitter und Tumblr Bilder posten, nichts weiter. Der Content der Nutzerprofile findet sich ansonsten nur in der nicht öffentlichen Datenbank. Es ist demnach mehr ein Feature für die Netzwerke als ein eigenes Netzwerk.
Mashable hat dazu einige internationale Gründer – und Teilnehmer ihrer Diskussionsrunde – befragt und diese Aussagen möchte ich hier rezitieren. Brett Martin führt an, dass viele Business-Menschen übersehen, dass ein Smartphone durchaus für viele der primäre Zugang zum Internet ist. Dies kann man mit im „eigenen Saft schmoren” bezeichnen, ein Zuckerberg scheint dies ähnlich zu sehen. Bart Stein erwähnt, dass es etwas irreführend sei davon zu sprechen, dass Instagram ohne eine Webseite funktioniert, da es letztendlich auf Webseiten wie Facebook und Twitter als „Plugin“ aufsetzt. Ebenso deckt sich seine Aussage mit meinem Empfinden von Instagram, da Sharings auf besagten Netzwerken eben virale Prozesse in Gang setzen.
Jennifer Brook zeigt die Emotionalität eines Smartphones auf. Laut ihrer Aussage verleiht ihr ein iPhone Superkräfte, während ihr Computer immer etwas von ihr will. Diese integrierte Intimität und auch Ubiquität des mobilen sollte ihrer Meinung nach nicht ignoriert werden.
Andy Mroczkowski sagt, dass es durchaus Sinn machen kann, sich in der Entwicklung auf (einfache) Core Produkte zu konzentrieren, die dem Nutzer ein Feature oder neue Erfahrung ermöglichen.

Bedeutung für Social Media Strategien

Was bedeutet das für Social Media Strategien aus dem Hause famefact? Die Verbindung von Mobile und Social Media ist nicht aufzuhalten. Die „Normaluser“, für die ein iPhone der primäre Internetzugang ist, werden eine solche Kernfunktion für ein Netzwerk gerne aufnehmen. Dies deckt sich mit unseren Erfahrungen aus den Statistiken. Bisweilen sind viele Apps in Facebook-Pages noch nicht mit der Facebook-App selbst aufzurufen. Allerdings kann man über die Browser häufig zufriedenstellende Einsichten erlangen. Facebook wird in weiteren Versionen der mobilen Applikation diesen Bereich ausbauen und eben dieses Potential – wie es Jennifer Brook nennt – der Intimität und Ubiquität weiter nutzen.

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