Was weiß Facebook über den einzelnen User? Eine ganze Menge, soviel steht fest! Doch wieviel genau? Wie ich über den Tweet von Nico Lumma vernommen habe, wurde bereits in diesem Blog über die Privacy Awareness App berichtet. Ein Grund mir diese Applikationen genauer anzusehen.

Wie funktioniert die Privacy Awareness App?

Zunächst muss sich ein gewillter User mit dem eigenen Facebook-Account einloggen und eine ganze Menge Datenabfragen (Anm.: Viel mehr als bei normalen Gewinnspielen, auch mehr als bei wirklich nervigen Facebookgames!) zulassen. Man zieht sozusagen “komplett die Hose aus.” Das schreckt natürlich ein bisschen ab, denn nun hat auch jemand Drittes alle meine Daten. Nur zur Sicherheit sei angemerkt: Facebook hat die gesamten Daten sowieso. Und da Datenschutz im deutschsprachigen Raum eine besondere Rolle spielt, kommen wir zur nächsten Frage.

Was macht die Privacy Awareness App mit meinen Daten?

Die Privacy Policy der App ist kurz und knapp gehalten – leider nur auf Englisch:
“This app retrieves sensitive information from you [sic!] Facebook account. We only use this information to display visualizations of your profile and do not store the data. If you export your data a ZIP file is generated and will be deleted after you have completed the download.”

Also die Privacy Awareness App speichert die Informationen nur zwischen und löscht die .ZIP-Datei nach dem vollständigen Download. Der Output soll dabei größer sein als über die facebookinterne Funktion (Zu finden ganz unten in den Settings). Das ganze Konzept klingt logisch.

Wenn man sich traut die App zu benutzen bekommt man aber mehr. Man kann z.B. exakt erkennen, welche Daten “nur” der “Facebook-Settings-Download” dem Nutzer zusendet und welche Mehrinformation die hier genannte App bietet. In einer Tag-Cloud werden die selbst verwendeten Vokabeln dargestellt und, und, und. Es lohnt sich also mal einen Blick hineinzuwerfen. Für Zweifler, bzw. Datenschutz-Fans gilt es auch hier die Finger davon zu lassen, da die Paranoia dadurch bestimmt noch schlimmer wird.

Ich habe mich persönlich nicht mit meinem persönlichen Account da rein getraut – bin ein Datenschutz-Fan und neige dazu die Daten da zu lassen wo sie sind.

So sieht die Privacy Awareness App innen aus

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