Vom Fernsehen der Zukunft – bzw. der bald eintretenden Gegenwart – wird erwartet, Ausgänge  und vielleicht auch Anfänge von Serien und Filmen über eine Internet-Community mit Hilfe von Social Media Apps zu bestimmen. „Crowdsourcing“ wird inzwischen auch von älteren Herren – zumindest als Worthülse – in den Mund genommen. Fernab ihres tatsächlichen Kompetenzkreises: Neu gelernte Vokabeln sollten mitgeteilt werden und eine gewisse Steigerung beim Image „moderner Mensch“ in der Fremdwahrnehmung bedeuten. Wer fragt schon nach, was das genau bedeutet? „Chauffeur-Wissen“ reicht in diesem Kontext sehr weit, da das Thema „alles und nichts” sein kann. Um jetzt mal Nägel mit Köpfen zu machen:

Wie können nun Smarte Verpackungen für Wasser sozial werden?

Im „Jetzt“ bedeutet das: Eine Wasserflasche bekommt einen Code auf das Etikett gedruckt oder in den Deckel gestanzt, als reine Zahlenkombination – CocaCola hat so etwas im Portfolio – oder nur als Druckvariante: den gehypten QR-Code –  also Buchstaben/Zahlen-Kombination bzw. „Link“ via Technical Device „Mobiltelefon“.

Die Barrierefreiheit ist bei der Zahlenkombination größer, da ein QR Code einen Technical Device verlangt, sowie eine Social Media App zum „Übersetzen“. Auf meinen Vorträgen lasse ich manchmal für zwei entscheidende Fragen die Hände heben:

Wer hat alles ein Smartphone? Wer hat Facebook?

Dabei besteht eine gewisse Korrelation, aber kein Smartphone heißt, keine Soziale Wasserflasche – keine Smarte Verpackungen – in 2012, wenn man einen QR-Code nutzt. Social Media, Location Based Services und Mobile Devices wachsen immer mehr zusammen. Das Internet ist überall: lokal, global in der Jackentasche – Social Media App 360° User Experience !

Nehmen wir den simplen Zahlen-Code, damit auch ältere Menschen an dieser sozialen Wasserflasche teilhaben können. Was machen wir mit dem Code?

Formular zur EingabeWir geben dazu eine Portaladresse an und lassen vom Kunden www.portaladresse.de aufrufen, dort erscheint eine Eingabemaske. Der Kunde soll den Code eingeben. Nachdem er das getan hat kann er sich mit Twitter, facebook und ähnlichen Portalen verbinden und mitteilen: Code eingegeben… Kreativ, oder?

Code eingeben

Wer tut das bitte und wieso?

Diese Frage gilt es nun zu beantworten. Doch zuvor eine kleine Aufzählung an möglichen Barrieren:
twitter, facebook, e-mail, Strom, Internet. Sie merken, dieses Liste könnte man ohne große Anstrengung weiterführen.

Sagen wir, es sei ein Wasser mit einem jugendlichen Image. Dieses Image würde ich doch ggf. gerne auf mich, „den alten Ü30 Mann“ projiziert wissen.

Ein Anreiz könnte sein: „Ein dummer Spruch mit einem dummen Foto“ – z.B.:

„Ich habe beim Erklimmen des Mount Everest gerade meine letzte Wasserflasche getrunken… wer weiß, vielleicht bedeutet das was!“ + witziges Foto + Link

Warum will ich das als Wasserhersteller?

Eine Marke will den positiven Dialog – Je mehr über eine Marke gesprochen wird, desto höher die Relevanz und dementsprechend
der Markenwert. Des Weiteren kann eine Marke mit derartigen Aktionen eine proaktive Kundenbindung betreiben. Für weitere Gründe
empfehle ich, regelmäßig diesen Blog zu lesen oder einen Vortrag von mir oder einem meiner Mitarbeiter zu besuchen.

Warum will der User eine solche Social Media App?

Der User will auch ein verrückter, jugendlicher Typ sein und identifiziert sich mit Ihnen. Nun kann er das tun und von seinen Freunden Kommentare ernten, welche nun weitaus „tiefer“ über ihr Produkt nachdenken, als wenn sie bloß ein Plakat oder einen Werbespot gesehen haben. Denn es besteht eine emotionale Verbindung zu Ihnen als Marke.. der Freund..!

Ferner möchte man Feedback von seinen Freunden. Wer will nicht innerhalb seines Freundeskreises Anerkennung? Was Sie als Marke anstreben, will “der Freund” als normaler Mensch: Mit seinen Freunden im Gespräch bleiben. Und dafür stehen ihm halt keine roten Teppiche parat – aus diesem Grund benötigt er Input von außen – den Sie erzeugen können, wenn Sie auf eine nachhaltige Social Media Strategie setzen.

Ihre Zielgruppe ist Ü50?

Zwei Möglichkeiten: Lassen Sie es bleiben, weil es noch keiner gemacht hat- oder Machen Sie es auf jeden Fall, weil es noch keiner gemacht hat – Welchem Sinusmilieu ist Ihre Zielgruppe zugehörig?

Wenn Sie es machen, war es bis hier hin erst einmal die Grundlage der Möglichkeiten.

Kommen Sie mit mir auf einen kurze Reise in die Social Media Welt!

Warum nicht eine Smartphone basierte Social Media App, vielleicht auch für und mit facebook?  Vielleicht greifen Sie sogar auf GPS Daten aus dem Smartphone zurück? Mit der facebook bzw. Social Media App, die wir uns gerade ausdenken, können Sie Teilnehmer an einem vorgegebenen Weg-Punkt trinken lassen. Sie geben „Landmarks“ vor, z.B. bestimmte öffentliche Orte – so könnte der Kölner Bahnhof mit ihren Landmarks aufgefüllt werden.

Das lassen Sie Ihre Fans solange machen, bis Sie 100.000 Landmarks auf einer Karte gesetzt haben und Sie verlosen unter den Teilnehmern 100.000 EUR in bar. Soviel Geld? Versuchen Sie es vielleicht mit einem Ipad!

 

Abbildung möglicher Teil eine Social Media App

Sie könnten auch eine Tropfenform vorgeben, und die Landmarks müssen von den Käufern Ihrer Wasserflaschen besetzt werden. Hier haben wir natürlich wieder eine Barriere. Aber, wenn Sie Glück haben, bekommen Sie ein Langzeitengagement von Fans Ihrer Marke für Ihre Marke. Das wäre doch phänomenal, oder?!  Also falls sie jetzt einen genialen Einfall für eine Social Media App haben, kennen Sie nun eine der Social Media Agenturen für diese Aufgabe.

 

 

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