Veränderungen in der digitalen Welt sind schneller als die Evolution des Körperbaus bei Krokodilen soviel ist sicher. Facebook hat in den letzten Jahren immer wieder Dinge geändert und unsere Gehirne auf Trab gehalten. Der Edge Rank wird auch ständig verändert und ein hilfreiches Tool, um darüber viel zu Lernen ist der EdgeRank Checker.

Doch wie profitieren Unternehmen von den neuesten Veränderungen? Wie lasse ich den neuen Facebook Algorithmus für mich statt gegen mich arbeiten? Dazu blogged unser Kollege Chad Wittmann (Gründer von Edgerank Checker) (zu lesen bei moz)

Bei einigen unserer Facebookseiten haben wir, wie alle “Profis”, ein absinken der organischen Reichweite bemerkt, doch für KMUs (Kleine und Mittlere Unternehmen) ist es überlebenswichtig die organische Reichweite zu nutzen und zu steigern, da meist nur ein geringes Werbebudget für “paid reach” (bezahlte Reichweite) zur Verfügung steht.

Am 2. Dezemeber ließ Facebook verlauten, dass Links im Gegensatz zu “Memes” (z.B. Katzenbilder) mehr organische Reichweite bekommen sollen. Genau zu diesem Zeitpunkt wurde ein Einbruch im Social Media Monitoring bzgl. der Reichweite beobachtet.

Hier liefert Chad auch eine passende Grafik, der durchschnittlichen organischen Reichweite von Postings.

Facebook Algorithmus

Dies ist knapp gesagt: “Nicht so toll!”. Aber vielleicht hat sich etwas in den Zahlen zum positiven verändert.

Algo von Facebook Änderungen - davon profitieren

Tatsächlich kann man in der Grafik erkennen, dass die Engagement Rate gestiegen ist und insbesondere Links besser zu funktionieren zu scheinen. Nichtsdestotrotz liefert Chad auch Daten darüber, dass alle Contenttypen an organischer Reichweite durch das Update des Facebook Algorithmus verlieren. Es gibt jedoch gewaltige Unterschiede zwischen einzelnen Seiten.
Genau diese Erfahrung machen wir auch zur Zeit in den von uns “gemonitorten” Projekten. Manche sind z.Z. besonders erfolgreich im Ausbau der Reichweite pro Post, bei anderen ist eher eine sinkende Tendenz zu bemerken.

Wir sehen dabei inzwischen folgende Trends. Bilderpostings funktionieren immer noch besser als Statusupdates und Links, auch wenn Links scheinbar nicht so viel Boden verloren haben. Und eine abwechslungsreiche, ab und zu auffordernde Kommunikation führt zu einer Steigerung der organischen Reichweite.

Ganz einfach gesagt: Wer jeden Tag den gleichen Link zum Verkauf eines Produktes postet verliert und muss dafür Werbebudget ausgeben. Wer eine zielgruppennahe Socialtainment Strategy umsetzt gewinnt hingegen an organischer Reichweite. Ich weiß, dass alle Kunden unterschiedliche Ziele haben, was es nicht weniger komplexer macht, aber diese Entwicklungen waren vorherzusehen.

7 Punkte um vom neuen Facebook Algorithmus zu profitieren!

Chad Wittman bringt es auf 7 Punkte um Reichweite zu gewinnen – dahinter schreibe ich unsere Bezeichnung, die wir seit 2009 predigen 😉

1. Fokus auf das Engagement legen (proaktive und reaktive Facebook Kommunikation)
2. Immer hinterfragen, warum Fans dem Content ein Like geben (Ursachenforschung für Likes)
3. Vermeiden NUR Aufforderungen auszusenden (Dialog statt Monolog)
4. Memes vermeiden (Katzenfotos sind keine dauerhafte Lösung)
5. Outboundlinks checken (Referrer in Google Analytics und Nutzerverhalten checken)
6. Posting Frequenz erhöhen (Social Media Marketing ist 24/7 “live”)
7. Testen von verschiedenen Contentarten zu verschiedenen Zeit (Testen, Testen, Testen: Funktionieren Bilder Morgens besser als Videos und funktionieren nachts Links besser als Bilder?)

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