WhatsApp übernimmt immer mehr Merkmale von Facebook und wird sich in Zukunft wohl auch für Werbemaßnahmen öffnen. Dies äußerte einer der Top-Manager, David Marcus, der den Nutzern wenig Hoffnung auf eine weiterhin werbefreie Plattform lässt.

Monetarisierung von WhatsApp

Bereits im Herbst vergangenen Jahres kündigte WhatsApp ein neues Geschäftsmodell an, mit dem sich der Messenger für Unternehmen interessanter machen will. Die Kommunikation zwischen Menschen und Unternehmen soll deutlich vereinfacht werden. Nun steht eine neue Revolution bevor, denn der Messenger will sich Werbekunden öffnen. User sollen bald Werbeanzeigen sehen und auch Werbebotschaften von größeren Firmen erhalten.

„Was die Werbung betrifft, werden wir WhatsApp in Zukunft definitiv weiter öffnen.“
   – David Marcus, Vizepräsident der Kurznachrichtendienste von Facebook

Befeuert wurden die Spekulationen bereits im Vorfeld, nachdem WhatsApp Gründer Jan Koum das Unternehmen verließ. Koum gehörte zu den letzten Verfechtern einer werbefreien Plattform und lehnte das Schalten von Werbung in der App ab. Offenbar waren die Prinzipien, auf denen Koum WhatsApp ursprünglich gründete und publik machte, nicht mehr mit den Interessen von Facebook zu vereinbaren.

Wo wird die WhatsApp Werbung platziert?

Wo genau Werbemaßnahmen auf WhatsApp platziert werden, scheint derzeit noch unklar. Vorstellbar ist ein ähnliches Format wie bei den Instagram Stories, sodass Werbung zwischen den WhatsApp Statusmeldungen geschaltet wird.

Ein weiteres Konzept wird bereits auf dem Facebook Messenger durchgeführt. Hier werden Werbebanner in der Kontaktliste oder direkt zwischen den Nachrichten angezeigt.

Eine dritte Variante wäre das Verschicken von Push-Benachrichtigungen durch WhatsApp. Dies könnte allerdings schnell als Spam interpretiert werden und die Gunst der Nutzer auf eine harte Probe stellen.

Datenaustausch mit Facebook?

Für den Messenger könnte es dabei deutlich schwieriger werden, die Ergebnisse der Werbeanzeigen zu analysieren und genaue Zielgruppen einzugrenzen, denn: Auf WhatsApp gibt es keine öffentlichen Profile, in denen Interessen angegeben werden. Des Weiteren werden keine Likes verteilt, durch die Vorlieben erkannt werden können. WhatsApp wird deshalb den Datenaustausch mit Facebook weiter zu eigenen Zwecken nutzen, um Kontodaten abzugleichen und Werbung besser platzieren zu können.

Durch die Öffnung gegenüber Werbemaßnahmen wird es für Marken interessanter, WhatsApp in die eigene Social Media Strategie mit einzubinden. Gerade für serviceorientierte Unternehmen, die im ständigen Austausch mit ihren Kunden stehen, bietet WhatsApp einen Platz für direkte Kommunikation und erfolgsversprechendes Community Management. Mit der Social Media Agentur famefact haben sie einen kompetenten Partner für WhatsApp Marketing an Ihrer Seite. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Sprechen Sie uns gerne an!

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